Vertragsarztrecht

Vertragsrecht

In Deutschland besteht grundsätzlich ein duales (gesetzliches und privates) Krankenversicherungssystem. Dabei sind allerdings etwa 90% der Bevölkerung gesetzlich krankenversichert (Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, KBV, Grunddaten 2009, V. 1). Bei der Versorgung dieser Versicherten wirken die Krankenkassen mit den Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen – teilweise über gemeinsame Ausschüsse – zusammen. Maßgeblich für deren Entscheidungen sind vor allem

  • das Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V),
  • die Zulassungsverordnungen für Vertragsärzte/Vertragszahnärzte (Ärzte-ZV/Zahnärzte-ZV),
  • die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses und
  • die Verträge zwischen der Kassen(zahn)ärztlichen Bundesvereinigung (KBV/KZBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (sog. „Bundesmantelverträge“ – BMV-Ä, EKV-Ä, BMV-Z, EKV-Z).

Insgesamt sind 17 Kassen(zahn)ärztliche Vereinigungen zuständig. Diese garantieren den Krankenkassen eine ausreichende ambulante (zahn-)ärztliche Versorgung der Versicherten. Als Gegenleistung zahlen die Krankenkassen die Gesamtvergütung nach Maßgabe der sog. „Gesamtverträge“.

Die Garantie der ausreichenden ambulanten (zahn-)ärztlichen Versorgung wird von den Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen über die niedergelassenen (Zahn-)Ärzte und die ermächtigten Krankenhausärzte erfüllt. Für jeden von ihnen sind die vorstehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, das sog. Vertragsarztrecht (früher: Kassenarztrecht), von entscheidender Bedeutung. Wir beraten daher in diesem Bereich vollumfänglich.

Fallbeispiele zum Vertragsarztrecht

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