Gesetzentwurf zu Operationstechnischen Assistenten (OTA)

Gesetzentwurf zu Operationstechnischen Assistenten (OTA)

Gesetzentwurf zu Operationstechnischen Assistenten (OTA)

Gesetzentwurf zu Operationstechnischen Assistenten (OTA)

Der Bundesrat hat am 18.04.2018 einen Gesetzentwurf zum Beruf des Operationstechnischen Assistenten und zur Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (BT-Drs. 19/1720) vorgelegt.

Seit 1996 gibt es dieses Berufsbild, aber ohne staatliche regulierte Ausbildung oder Anerkennung.

Nach § 3 Abs. 2 OTAG-E soll die Ausbildung zu folgenden Tätigkeiten qualifizieren:

Die Ausbildung für die Operationstechnische Assistenz nach Absatz 1 soll insbesondere dazu befähigen,

1. die folgenden Aufgaben eigenverantwortlich auszuführen:

a) Vorbereitung und Koordination der Arbeitsabläufe zur Herstellung der Funktionsfähigkeit einer Operationseinheit und zur Durchführung operativer Eingriffe. Dazu zählen insbesondere

– präoperative Vorbereitung sowie Nachbereitung der OP-Einheit,

– Vorbereitung der erforderlichen Instrumente, Apparate und Materialien unter Berücksichtigung der notwendigen Sterilisations- und Desinfektionsmaßnahmen,

– Wiederaufbereitung der Instrumente,

– fachkundige prä- und postoperative Betreuung der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer physischen und psychischen Situation während des Aufenthaltes in der OPEinheit sowie den diagnostischen und therapeutischen Funktionsbereichen,

– fachliche Führung und Unterstützung des eingesetzten, assistierenden Personals (Springertätigkeit),

– OP-Dokumentation einschließlich der präoperativen Übernahme und der postoperative Übergabe der Patientendaten,

b) Kontrolle und Pflege der bereitgestellten Instrumente,

c) Einhaltung der Hygienerichtlinien und sonstiger Regelungen (z. B. Medizinproduktegesetz),

d) fachliche Anleitung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,

2. die folgenden Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung auszuführen:

a) Assistenz während der Operation durch fach- und situationsgerechtes Anreichen der Instrumente und Materialien sowie durch Mitwirkung beim Anlegen von Verbänden,

b) Kostenmanagement,

3. interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen zu entwickeln, die die Optimierung des operativen Geschehens ermöglichen und die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten berücksichtigen.